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Event

Irmie Vesselsky Duo (mit David Hebenstreit)

Freitag, 29.11.2013 (20:30 - 23:45) @ Reigen Live



Gefühlvolle Klaviermelodien umschließen einen wie warmes Wasser. Im Zentrum des klanglichen Universums stehen alleine ihr Gesang und das Piano. Um diese Grundpfeiler spinnt die vielschichtige Songwriterin Irmie Vesselsky auf behutsame Weise ein Soundgewand aus elektronischen Spielereien und Violinpassagen, das gleichsam zurückhaltend und melancholisch aber auch sehr kraftvoll und intensiv erscheint. Und wenn sie schon die englischen Wörter für Gefäß und Himmel in ihrem Namen vereinigt, ist es auch kein Wunder, dass ihre Musik gleichzeitig transparent und doch sehr in ihren Erfahrungen verwurzelt ist. Mit Klavier und Stimme allein, schafft es diese junge Frau, Emotionen aufzubauen, zu halten und manchmal auch durch ihr Gegenteil wieder zu zerstören. Bereits mit ihrem Debütalbum „Parentheses of Antitheses" hat die Österreichische Singer/Songwriterin 2010 für Aufsehen gesorgt und sich mittlerweile einen bedeutenden Platz in der heimischen Musikszene gesichert.
Mit „The Key" legt Irmie Vesselsky nun noch ein Schaufelchen nach. Es ähnelt dem Debut und doch ist alles anders: Vom lieblich-traurigen Klassiker „The Last Dance Of The Red Shoes" des Erstlingswerkes ist lediglich noch eine zu erahnende Referenz zu deren ehrwürdiger Trägerin, Dorothy Gale, dem Mädchen aus dem Zauberer von Oz, im Untertitel übrig. Auch durch Vesselsky's Leben scheint ein Tornado gefegt zu haben. Irmie Vesselsky präsentiert auf ihrem neuen Album - merklich erfahrener und stärker - neun neue Mini-Epen mit Suchtfaktor. Viel Fingerspitzengefühl beweist Irmie Vesselsky mit ihren ehrlichen Texten, die wunderschön kryptisch und doch leicht zugänglich zugleich sind, viel Spielraum für Interpretationen zulassen und anregen, eigene Bilder im Kopf entstehen zu lassen.
„Auf Wiedersehen, ihr Dämonen" singt Irmie Vesselsky fast lieblich im melancholisch-düsteren Lied Nummer 5, in dem sie zum Schluss kommt, sich nicht mehr von den Dämonen auffressen zu lassen, sondern stattdessen sie selbst zu vertilgen. „Mirror Me, Mirror You", der vielleicht stärkste Song des Albums, ist eine klare Ansage und Abrechnung mit jemandem, in dessen Haut man nicht stecken möchte, wenn er den Song zum ersten Mal hört. „If home is where my heart is then I'll be homesick forever" gibt sich Irmie Vesselsky gewohnt poetisch-verträumt in dem Song „Far, Far Away", in dem sich Harmonium, Piano und Synthesizer aneinanderschmiegen.