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Event

Orioxy
World – Folk – Jazz

Donnerstag, 09.05.2013 (20:30 - 23:00) @ Reigen Live

Besetzung

Yael Miller – Vocals,

Julie Campiche – Harfe

Manu Hagmann – Kontrabass

Roland Merlinc - ­Schlagzeug



DER SPIEGEL (DE) - Hans Hielscher, December 8th 2012 (www.spiegel.de/kultur/musik/orioxy)
Unter den Rubriken “Beyond Artist or Group” und “Beyond Album” ermittelt das US-Magazin “Down Beat” seit 1990 die wichtigsten Künstler und Tonträger, “die nicht säuberlich als Jazz oder Blues kategorisiert werden können”. Der Terminus “beyond” sei “bewusst vage”, erklärt das führende Jazz-Magazin, denn er umfasse “ein immenses Spektrum”. Verbindendes Merkmal der Stile und Genres sei, dass Improvisation einen Bestandteil der Musik bilde.
Die in der Schweiz ansässigeYael Miller kam aus Israel über die USA nach Europa. Mit der Harfenistin Julie Campiche spielt sie moderne, feinfühlige Folklore mit Kammerjazz-Versatz - so könnte man die Musik der Beiden beschreiben.
NMZ ONLINE (DE) - Stefan Pieper, December 7th 2012
http://www.nmz.de/online/traumhafte-zwischenwelten-saengerin-yael
So ganz aus der Kargheit heraus entfaltet Orioxy eine Magie der Langsamkeit, in der es immer und überall Luft zum Atmen gibt. Da ist ein ruhiger, entschleunigter Puls, über den die israelische Experimental-Folksängerin ihren subtil kraftvollen und eigenwillig geerdeten Gesang entfaltet.
Damit lotet sie auf dem neuen Album „The Other Strangers“ allerhand traumhafte Grenzbereiche und mystische Zwischenwelten aus – und in den expressiveren Registern auch gerne mal an die leidende Emphase einer Beth Gibbons von Portishead erinnert.
Und diese bemerkenswerte Stimme wird hier in neun fragilen Songs vom Harfenspiel ihrer Duopartnerin Julie Campiche komplettiert, getragen und verdichtet. Die schweizerische Harfenistin macht einen betont emanzipierten Gebrauch von ihrem Instrument. Das eröffnet allerhand Auswege aus dem manchmal klischeehaft verstandenen Dasein dieses Instruments, denn Julie Campiches Harfe ist alles andere, nur eben keine ausmalende Lieferantin von atmosphärischen Girlanden. Sie lässt die Saiten rocken und beherrscht alles was in den kunstvollen Song-Gebilden an rhythmischer Differenziertheit geht, baut Crescendi auf, lässt Riffs grooven, webt feinste Arabesken um den manchmal auch orientalich eingefärbten Gesang.
Außerdem hat dieses bisherige Duo für die aktuelle Produktion den Bassisten Manu Hagmann und den Schlagzeuger Roland Merlinc ins Boot geholt. Das verleiht der hypnotischen Slowmotion-Magie von „Orioxy“ noch mehr Gewicht, erzeugt eine treibende Energie, die wiederum Yael Miller Mut und Kraft gibt, aus vorhersehbarenGleisen immer wieder auszubrechen – etwa, um mit harscher Vokalakrobatik das Terrain abseits ihres verfeinerten Songwritings auszuloten.