
Einst brachte die British Blues Invasion in den 1960ern den Blues zurück in die Staaten. Danach wurde es auf der Insel etwas stiller um dieses Genre. Doch in den letzten Jahren wenden sich wieder verstärkt britische Musikerinnen und Musiker dem Bluesrock zu. Ein „Veteran“ in dieser Hinsicht ist Sean Webster, der mit seiner Band bereits mehr als zwei Jahrzehnte den weltumspannenden Bluescircuit „unsicher“ macht.
Webster überzeugt dabei mit gediegener Gitarrenarbeit ebenso wie mit seiner markanten Stimme. Seine Inspirationsquellen sind die drei Könige des Blues. B.B., Albert und Freddie ebenso wie Gary Moore, Robert Cray oder vor allem Eric Clapton. Song und Melodie stehen bei Webster im Zentrum, auch soulige Momente darf man erwarten. Stilistische Einordnungen spielen für ihn keine Rolle, weder richtet er sein Augenmerk ausschließlich auf Historisches, noch biedert er sich irgendwelchen Zeittrends an. Nachzuhören etwa auf dem erstklassigen Live-Album „Three Nights Live“, welches kurz vor der Pandemie an drei Abenden eingespielt wurde. Doch Tonträger hin, Tonträger her, Sean Webster selbst auf der Bühne zu sehen, das ist „the real blues deal“.